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Anzeige der Messsoftware während  der Lecksuche NACH erfolgter Sanierung
Gebäude-Luftdichtheitsprüfungen unterscheiden sich durch Anforderungen und Messzeitpunkt: Qualitätssicherungsprüfung, Einpunktmessung oder vorgezogene Messung während der Bauphase  DIE wichtigste Messung während des Neubaus oder einer Gebäudesanierung. Im täglichen Messbetrieb erlebe ich die oft katastrophalen Messergebnissebei Abschlussmessungen (Verfahren B) nach so genannten “Sanierungen”. Luftwechselraten oft schlechter als im unsanierten Altbau. Aus Unwissenheit der Planer oder Kosteneinsparung wurde auf die Qualitätssicherungsprüfung verzichtet. Bei der Qualitätssicherungsprüfung wird mit der BlowerDoor im Gebäude ein standardisierter Konstant-Unterdruck von 50 Pascal erzeugt, das Objekt begangen und nach Leckagen abgesucht. Lecks können über die nach strömende Luft einfach und schnell lokalisiert, markiert und sofort während der Messung von den zuständigen Handwerkern nach gebessert werden. Der Volumenstrom wird während der Einpunktmessung angezeigt und über das Gebäudevolumen kann sofort die Luftwechselrate ermittelt werden. Wird die Qualitätssicherungsprüfung zum richtigen Zeitpunkt (Bauzeitenplan) durchgeführt, können erfahrungsgemäß immer Lecks lokalisiert werden. Wird ein BlowerDoor-Test angekündigt, verbessert sich zudem die Qualität der ausgeführten Leistungen. 50 Pascal entsprechen 5 mm Wassersäule; auf 1 m² Gebäudehüllfläche lasten 5 kg Gewicht. Je nach Anforderung kann auch mit anderen Druckstufen gearbeitet werden (10 bis 90 Pa.). Für die Montage der BlowerDoor muss eine Außentürzarge oder ein provisorischer, luftdichter umlaufender Rahmen aus Latten oder Kanthölzern mit einem lichten Maß von max. 110 x 240 cm und min. 70 x 130 cm benutzbar sein. Der beste Zeitpunkt für eine Qualitätsicherungsprüfung ist: Es sind alle Außentüren und -fenster im Gebäude montiert und zu schließen. Noch bestehende Öffnung müssen temporär (z. B. mit Folien, Platten Klebebänder) zu verschließen sein. Die Luftdichtungsbahn (Dampfbrems-, sperrfolie) ist montiert und sehr wichtig, mittels Lattung vor dem Abreißen gesichert (auf 1 m² Folienfläche lasten 5 kg Gewicht!). Randanschlussverklebungen müssen die nötige Festigkeit erreicht haben (bei sehr feuchten Baustellen beachten!).   Zur Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung müssen folgende Punkte erfüllt sein: Ist eine Stromversorgung im Gebäude oder in der Nähe? Von den Handwerkern gehen keine Versorgungsleitungen durch Fenster und Türen. Führen nicht entfernbare Stromkabel oder Schläuche durch Fenster ins Gebäude, so muss die Durchführung mit Folie und Klebeband luftdicht verschlossen werden. Alle Folienanschlüsse und Verklebungen der Luftdichtheitsschicht sollten noch zugänglich sein, damit während oder nach Durchführung des Tests Nachbesserungen möglich sind. Die raumseitige Verkleidung mit Trockenbauplatten ist noch nicht montiert. Während der Messzeit (ca. 1-2 Std.) bleibt das Gebäude geschlossen! Bitte informieren Sie anwesende Handwerker. Temporär abgedichtet werden z. B.: Zu- und Fortluftöffnungen von Lüftungsanlagen, Dunstabzug- oder Kaminöffnungen. Kamingebundene Heizungsanlagen müssen während der Messung ausgeschaltet werden. Aus Kaminöfen sollte die Asche entfernt werden. Luftdichtheitsprüfung nach DIN EN 13829, Verfahren B, Prüfung der Gebäudehülle Eine BlowerDoor-Messung nach DIN EN 13829 Verfahren B beinhaltet immer eine Konstantdruckmessung zur Leckagesuche wie vorher beschrieben (bitte bei Angeboten beachten). Zusätzlich wird eine rechnergesteuerte Messung im Unter- und/oder Überdruck bei mindestens 5 unterschiedlichen Druckstufen (Druckdifferenz-Messreihe) durchgeführt.  Das Ergebnis der Messung wird in einem Prüfbericht dokumentiert. Der Prüfbericht muss die von der DIN EN 13829 geforderten Angaben enthalten. Geforderte Angaben im Prüfbericht sind: Alle Angaben zur Indentifizierung des geprüften Objektes Zweck der Messung (Verfahren, EnEV, DIN) Prüfdatum Nettogrundfläche und Innenvolumen mit Berechnung durch den Prüfer Zustand der Gebäudehülle, temporäre Abdichtungen Art der Heizungs-, Lüftungs,- und Klimaanlage Eingesetzte Messtechnik Messdaten, Temperatur, Windgeschwindigkeiten Tabelle der Volumenströme und Druckdifferenzen Leckagekurve Luftwechselrate n50 bei 50 Pa Noch eine kurze Erklärung zu den Messverfahren A und B: Im Februar 2013 hat das Kabinett der Bundesregierung die Entwürfe für die Novelle des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) und der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschlossen. Die bisherige A-Messung wird somit in Deutschland (anders als in Österreich) durch das “Messverfahren B” ersetzt. Der EnEV-Entwurf mit Neuerungen bezüglich Luftdichtheitsmessung: Der erste veröffentlichte Entwurf zur zukünftigen EnEV2014 vom 15. Oktober 2012 enthält einige Neuerungen, die die Luftdichtheitsmessung betreffen. Neuerung 1:  Satz 1 der Anlage 4 legt nun auch fest, welches der in der Messnorm DIN EN 13829 beschriebenen Verfahren anzuwenden ist. Es wird Verfahren B gewählt. Die EnEV folgt damit nicht der Empfehlung der DIN 4108-7, die das Verfahren A anwendet. Bei einem Dichtheitsnachweis nach EnEV kommt nur noch Verfahren B (Prüfung der Gebäudehülle) zur Anwendung. Was ändert sich durch die Umstellung des Messverfahrens? Die Messverfahren unterscheiden sich im Wesentlichen durch: Die Abdichtungsmaßnahmen:  Bei Messverfahren B werden alle absichtlich vorhandenen Öffnungen (z. B. Küchendunstabzug) abgedichtet. Die Volumen-, Nettogrundflächen- und z. T. Hüllflächenberechnung: Diese Berechnungen sind Bestandteil des Prüfberichtes und müssen vom Prüfer ermittelt werden. Nicht absichtlich beheizte oder mechanisch belüftete Räume werden nicht in die Volumenberechnung eingerechnet! Nettogrundflche AF: Ist die Gesamtfläche aller Böden die zum untersuchten Volumen gehören. Innenwände und Putz werden abgezogen. Die Nettogrundfläche ist nicht die Wohnfläche! Innenvolumen V: Ist das Luftvolumen im untersuchten Gebäude. Es wird berechnet indem die Nettogrundfläche mit der Raumhöhe multipliziert wird. Hüllfläche AE: Ist die Gesamtfläche aller Böden, Wände und Decken, die dasuntersuchte Volumen umschließen. Angrenzende Innenwände werden nicht abgezogen. Neuerung 2:  Der bei der Luftdichtheitsprüfung gemessene Volumenstrom wird bei Gebäuden mit einem Luftvolumen von mehr als insgesamt 1500 m³ nicht mehr auf das Gebäudevolumen bezogen bewertet, sondern auf die Gebäudehüllfläche bezogen. Dementsprechend werden für solche Gebäude andere Grenzwerte definiert. Diese haben die Dimension m/h*m oder gekürzt m/h. Für diese großen Gebäude nicht mehr der n50-Wert ("Luftwechselrate bei 50 Pa") betrachtet, sondern der q50-Wert ("Luftdurchlässigkeit bei 50 Pa"). Die Erfahrung ist von jeher, dass der n50-Wert die Gebäudedichtheitbei großen Gebäuden nur mangelhaft wiedergibt. Der Hüllflchen bezogene q50-Wert dagegen besser. Bei einem Dichtheitsnachweis nach EnEV an einem Gebäude, dessen Luftvolumen 1500 m³ übersteigt, kommen neue Grenzwerte zur Anwendung, die sich auf den q50-Wert beziehen.
Anzeige der Messsoftware während einer Einpunktmessung zur Lecksuche
Beschreibung der Messvarianten
Schreibweise der Kenngrößen wurden der EN 13829 übernommen. Ausdrücklichen Dank für einige Infos, Zahlen und Wortlaute an Herrn Trauernicht von www.luftdicht.de mit der freundlichen und unkomplizierten Genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Seite. Verschiedene Abschnitte geben die Meinung und die Erfahrung des Verfassers dieser Seite wieder. Alle Angaben ohne Gewähr.
©Florian Richert
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Anzeige der Messsoftware nach einer Messreihe im Unter- und Überdruck zur Lecksuche
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Letzte Aktualsierung: 1/2019
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